Fast wie in der Wirklichkeit So kommt es, wie es kommen muß, daß das bestellte Taxi schon auf dem Weg ist, während die Koffer erst einmal gepackt werden müssen (nach genau 38 Schritten, die Sie als Spieler am Anfang „wagen“, ertönt ein recht ungeduldiges Hupen vor der Tür. Der Fahrer wartet ...). Und in diese Hektik wird der Spieler mit eingeschlossen. Er spielt nämlich den Part des Vaters der Familie. Er versucht nun, Beryl (seine Frau), klein Ken und Tochter Doreen unter Kontrolle zu halten. Zum anderen muß er am Urlaubsort zehn Bilder knipsen, damit die Nachbarn auch wirklich davon überzeugt werden, daß sich britische Normalbürger eine Reise ins sonnige Spanien leisten können (eine pikante Note am Rande!). Deshalb ist es wichtig, die Kamera aufzuspüren und sie ins Gepäck mit aufzunehmen. Man findet das Ding in der Küche des Hauses auf einem Regal inmitten chinesischer Soßen (dort würde ich meine Kamera auch aufbewahren...). Tja, hier bräuchte man eine Leiter, um an den Foto-Apparat zu kommen. Noch einmal nach Norden gegangen, und siehe da: Im Kräutergarten steht eine Leiter, und an der Wäscheleine hängt eine Hose. Also, erst die Leiter, dann die Hose aufnehmen und wieder zurück in die Küche gehen! Nun lautet die Devise: „Man gehe auf Nummer sicher!“ Die Leiter ist etwas wackelig, sie muß erst repariert werden. Mit „LOCK STEPS“ hat man dies bewerkstelligt und kann nun auf diese steigen. Jetzt ist es kein Problem mehr die Kamera zu nehmen. Da Spanien für die meisten Briten Ausland ist, wird der Paß dringend gesucht. Diesen habe ich zwischen dreckigen Gabeln und Gummi-Mäusen hinter dem Sofa im Wohnzimmer gefunden. Jetzt sollte man (mit Leiter!) auf den Boden gehen (Hatch-Door), wo man zunächst das Licht einschaltet und hernach den Koffer, eine Harpune und einen Schnorchel findet. Der nächste Weg führt ins Schlafzimmer. Auf dem Bett liegt eine Broschüre, die man „untersuchen“ oder „lesen“ sollte! Dann nämlich fallen die Flug-Tickets heraus, die man aufnehmen sollte. Ein Blick in das Nachtschränkchen kann nicht schaden: Ein rotes Taschentuch, welches man zur Sicherheit gleich verknoten sollte (dies hat einen „tieferen Sinn“!). Inzwischen steht das Taxi vor der Tür und hupt schon ungeduldig. Die Panik steigt, das Chaos ist perfekt. Klein Ken will unbedingt noch einen Sand-Eimer mit Schaufel mitnehmen. Nun könnte es eigentlich losgehen, doch Halt! Doreen befindet sich noch im Bad. Schnell wird dort nachgeschaut: Im Schrank befinden sich noch einige Bauchschmerztabletten und Rasierschaum, die der Vater auch noch mitnehmen möchte. Nur: Doreen läßt sich nicht „mitnehmen“. Was tun? Ganz einfach: Gehen Sie nur aus dem Badezimmer, und rufen Sie Doreen (CALL DOREEN); schon ist diese im Familien-Verband. Endlich, das Gepäck wird ins Taxi eingeladen, und die Fahrt in Richtung Flughafen geht los. Beachten Sie bitte, daß Sie vor dem Einstieg in dasTaxi die Leiter wieder ablegen, sonst ist die Reise jetzt schon für Sie ins Wasser gefallen. Der Taxi-Mensch läßt Sie nämlich nicht mit dem Ding einsteigen – zu recht! Ein weiterer Tip: Lassen Sie auch den Rasierschaum zu Hause! Der wiederum wird geschüttelt und gerüttelt, läuft aus und... der Koffer „quillt“; die Reise ist beendet. Ja, wo waren wir doch gerade? Richtig – Sie haben die erste Aufgabe gelöst und befinden sich auf dem Weg zum Flughafen. Dort angekommen gilt es einzuchecken. Nach dem Check-In kommt noch die Paß-Kontrolle, und alsbald findet man sich im (Charter-)Flugzeug wieder. Da unsere Familie noch nie zuvor geflogen ist, stellt sich bei den Leuten bald ein merkwürdiges Gefühl ein. Mit der K ...-Tüte in der Hand und nach einem etwas unruhigen Flug wird in Terrormolinos gelandet. Na, das Wetter lädt einen förmlich zum Baden ein, doch erst muß das Hotel gefunden werden. In einem überlaufenen „typischen“ Urlaubs-Paradies sieht ein Hotel wie das andere aus. Auch die fremdländischen Namen klingen komisch. Vieles kommt der Familie „spanisch“ vor! Das Hotel im Osten scheint das richtige zu sein. In der Tat, das reservierte Zimmer ist auch frei (was nicht unbedingt selbstverständlich ist!). Tochter Doreen läßt die Familie im Stich: Sie macht sich gleich auf zum Strand, während die anderen die Koffer auspacken. Da die Temperaturen in Spanien zu dieser Jahreszeit etwas höher sind als die in Britannien, sollte man sich so früh wie möglich umziehen! Also, Anzug aus, Badehose an! Bei der Gelegenheit ist es angebracht, das verknotete rote Taschentuch über den Kopf zu ziehen – Sonnenbrand-Gefahr! Der nächste Weg führt zum Souvenir-Lädchen um die Ecke. Dort werden zwei wichtige Urlaubs-Requisiten erworben: Sonnenschutz-Creme und ein Farb-Film. Der Film wird natürlich sofort in die Kamera eingelegt, die Creme bei der unerbittlich brennenden Sonne aufgetragen. Auch die Blitzwürfel sollte man nicht vergessen, die etwas später vonnöten sind! Das erste Foto wird auf der Plaza geschossen – was für ein Bild! Bei so einem herrlichen Wetter sollte ein Spaziergang am Strand entlang unternommen werden. Schnell die Kamera um den Hals gelegt! Mit einer zu großen Badehose und einem Taschentuch auf dem Kopf erinnert mich die „Szenerie“ an einen typisch deutschen Touristen (ob der Familienvater auch den „entsprechenden“ Bauch hat, ist leider nicht bekannt ...). Am Strand werden noch schnell drei Bilder geknipst: die Urlaubsbekanntschaften (Mrs. Peach und Mr. Snargsby), Gattin Beryl und die Boote der Fischer. Und was muß der gestresste Vater nun sehen? Doreen ist auf einer kleinen Sandbank „gestrandet“ und hat eine Mine aus dem II. Weltkrieg ausgegraben! Jetzt wird schnellstens ein Boot gemietet und dorthin gerudert. Bevor man Doreen wieder „in den sicheren Hafen“ geleitet, wird noch rasch ein Foto fürs Familien-Album geschossen. Aber da lauert schon wieder eine Gefahr: Ein Hai greift unsere wackere, aber mittlerweile „genervte“ Familie an! Gott sei Dank ist unser Vater gut ausgerüstet. Er greift zur Harpune und zeigt, daß er aus dem Lande der Robin Hoods kommt: Ins Schwarze (Hai) getroffen! Nach derart ungewöhnlichen Urlaubserlebnissen stellt sich beim Familien-Verband der Hunger ein. Diesem wird Rechnung getragen. Danach geht's zurück aufs Zimmer. Sehr lange allerdings hält man es dort nicht aus. Die etwas schwergewichtige Beryl hat schon wieder Hunger – diesmal einen „richtigen“. So setze man sich in ein hübsches Lokal und bestelle etwas „à la Carte“. Doch dies erweist sich als recht schwierig, da die Spanisch-Kenntnisse beileibe nicht ausreichen, um die Speisen-Abfolge „zu erkennen“. So muß man sich auch nicht wundern, was für ein „Fraß“ serviert wird! Hoffentlich findet man jetzt noch seine Bauchschmerztabletten. Wer auch dieses Abenteuer „überlebt“ hat, wird danach eine typisch spanische Bar aufsuchen wollen. Bitte sehr, auch das findet man auf Terrormolinos. In der Bar sollten Sie die Flamenco-Gruppe und die Band ins Visier nehmen: Kamera „anlegen“ und auf den Auslöser drücken. Aber das Blitzlicht nicht vergessen! Da nun dieser Ort nichts mehr weiter zu bieten hat, macht man noch eine kleine Busfahrt mit. Mrs. Peach und Mr. Snargsby gesellen sich auch noch dazu. Als erstes wird man einen Stierkampf miterleben. Aber auf welche Weise! Diesmal ist es nämlich klein Ken, der für weitere Aufregung sorgt: Er stürzt plötzlich in die Arena, um zwischen den Stieren für Verwirrung zu sorgen. Auf geht's! Hinterher! Helfen Sie Ihrem Sprößling, unbeschadet aus der Arena zu gelangen. Doch aufgepaßt! Die Stiere machen auch gerne Jagd auf Ihre Person. Weiß der Himmel wie, aber Sie überstehen mit viel Glück und Verstand auch diese bedrohliche Situation. Klar, daß man nach so einer „Aktion“ einen mächtigen „Durscht“ bekommt! Dafür bietet eine Weinprobe die richtige Gelegenheit. Hmmm, Mr Snargsby findet am Wein besonderes Interesse, während Sie mit Beryl und den Kindern durch den Weinkeller schlendern. Plötzlich hören Sie Ihre Gattin Beryl kreischen, weil eine Spinne ihren Weg gekreuzt hat. „Schadenfreude ist die schönste Freude!“ sagt der Volksmund. Das empfindet auch der Herr des Clans und drückt auf den Auslöser. Ein schönes Motiv ... Natürlich wollen Sie auch etwas für Ihre kulturelle Bildung tun: Sie besuchen ein Kloster. Vom Turm des Klosters aus hat man eine verdammt gute Aussicht, ein herrliches Panorama von Terrormolinos. Das sollte ein Foto wert sein! Doch: danach folgt der nächste Schreck: Mr. Snargsby ist just in dem Moment verschwunden, als die Reisegruppe den Bus zur Rückfahrt besteigen will. Wo könnte er sein? Ein Tip: Gehen Sie in die Katakomben, und finden Sie ihn dort! In seinem angetrunkenen Zustand finden Sie ihn recht bald in einer Ecke; er lallt nur noch vor sich hin. Nehmen Sie ihn am Schlafittchen – und dann ab zum abfahrbereiten Bus. Mit Obengenanntem erreichen Sie Ihren Urlaubsort sicher wieder. Danach geht's aufs Zimmer – die Koffer müssen gepackt werden, denn die Abreise steht kurz bevor Nun heißt es, Abschied von Terrormolinos zu nehmen, einem Urlaubsort, der der Familie die „wohlverdiente Erholung“ zunichte gemacht hat. Man wird sich auf dem Heimflug noch lange an die Erlebnisse (und Versäumnisse) erinnern, die zum Teil selbst verschuldet wurden. Doch wieder zuhause angekommen, war sich die Familie einig: es hat Spaß gemacht – trotz der widrigen Umstände. Nun, das hat es mir auch! Die besonders witzigen Kommentare, die sehr gute Story und die vielen fast unlösbaren Aufgaben machen dieses Adventure zu einem der besten des Genres.
(Kopfnuss aus dem ASM-Special 1; Autoren: Stefan Swiergiel und Manfred Kleimann) |