Starglider

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Das Spiel

Das Spiel Starglider (von Rainbird), welches zuerst auf dem Atari ST veröffentlicht wurde, sorgt schon seit einer geraumen Zeit für Furore. Da ich leider keinen ST besitze, wartete ich ungeduldig auf die C 64- und Schneiderversionen. Nun, vor einigen Wochen war es dann soweit: Ich hielt beide Versionen in den Händen. Zuerst lud ich das Programm auf dem C 64 und wurde prompt enttäuscht. Ähnlich wie bei „Elite“ ist die Vektorgrafik viel zu grob und zu langsam. Da kommt nun wirklich kein Spielspaß auf. Entmutigt nahm ich die Schneider-Disk, lud das Spiel und wurde sehr überrascht. Die Grafik ist fantastisch. Nicht nur, daß die Auflösung höher ist als beim C 64, auch das Tempo ist wesentlich rasanter.

Fast alle Objekte sind mehrfarbig dargestellt. Darüber hinaus bietet der Schneider einige Features, über die der C 64 nicht verfügt. Denn während beim C 64 das Spiel in eine wüste Ballerei mit gelegentlichem Auftanken und Besuchen einer Basis ausartet, ist es bei der CPC-Version möglich, Zusatzausrüstungen, wie Proton Missiles oder Treibstoffkapseln zu finden. Über die jeweiligen Positionen der sogenannten „Equipments“ gibt der Computer der Basis Auskunft. Da man die C 64-Version getrost vergessen kann, beschränke ich mich bei meinen Lösungshilfen auf die CPC-Version.

 

3D-Sternstunde

Los geht‘s! Gleich nach dem Start des Spiels sieht man links unter sich eine Basis. Diese gilt es als erstes anzufliegen. Dazu nimmt man das „Gas“ weg, bis man stillsteht. Dann verringert man die Höhe, bis nur noch ein gelber Strich zu sehen ist. Jetzt fliegt man ganz dicht an die Basis heran. Wenn die Öffnung genau vor dem Bug des AGAV ist, sofort beschleunigen! Wenn man alles richtig gemacht hat, müßte man jetzt in der Basis sein. Dort bekommt man die zweite Rakete, neue Laserenergie, und die Schutzschilde werden aufgeladen. Jetzt nichts wie raus aus der Basis und den „Starglider One" suchen. Denn diesen sollte man in jedem Level zuerst zerstören.

Dazu braucht man in Level 1 zwei, in Level 2 drei und in Level 3 vier Raketen. Es bringt nichts, den Starglider mit den Lasern zu beschießen, er ist nur mit direkten Raketentreffern auf das Heck zu zerstören. Haben Sie den Starglider im Fadenkreuz, dann gleichen Sie zuerst die Höhe an. Jetzt möglichst nahe heranfliegen und erst im letzten Moment die Rakete abfeuern. Diese muß direkt den Mittelteil treffen. Saß der Schuß, so beginnt der Starglider zu blinken. Jetzt wird, je nach Level, das ganze Manöver so oft wiederholt, bis der Starglider One explodiert. Hat man das geschafft, so kann man sich an die „Säuberung“ des Planeten heranwagen.

Auf dem Boden stehende Silos können mühelos mit den Lasern zerstört werden, ebenso die Panzer. Begegnet man allerdings einer der Fähren, den Bombern oder gar einer Starglider-Drohne, so ist Vorsicht geboten. Diese sind zwar auch mit dem Laser zu vernichten, fliegen aber nach den ersten Treffern wüste Ausweichmanöver.

Gefährlich sind die Tri-Launcher, denn sie sehen von weitem wie eine Basis aus. Fliegt man unvorsichtigerweise zu nahe heran, kann es durchaus passieren, daß man gleich drei Raketen gleichzeitig „reingepumpt“ kriegt. Man erkennt, ob es sich um einen Tri-Launcher oder eine Basis handelt, daran, daß an der Stelle, wo bei einer Basis der Eingang ist, beim Launcher drei rote Quadrate (die Abschußluken) sind. Ähnlich gefährlich sind die Juno-Launcher. Diese schießen zwar nur jeweils eine Rakete ab, müssen aber zehnmal getroffen werden. Die sogenannten „Zwischengänger“, von denen es zwei verschiedene Sorten gibt, lassen sich nur mit Raketen vernichten: Da wären zuerst die Stomper. Bei denen reicht ein Treffer an irgendeiner Stelle aus, um sie „auszuknipsen“. Bei den Walkern, zu erkennen an den geknickten Beinen, muß der Treffer an einer bestimmten Stelle erfolgen. Man muß die untere Bodenplatte treffen. Das ist aber nicht leicht, und zumindest Anfänger sollten einen großen Bogen um die Walker machen! Will man einen Walker treffen, so fliegt man am besten frontal knapp über dem Boden auf ihn zu. Die Rakete schießt man schon aus einiger Entfernung ab. Dann wartet man, bis sie den Walker fast erreicht hat und zieht sie scharf nach oben. Hat man alles richtig gemacht, dann gibt es nun einen Walker weniger.

Die übrigen Gegner zerstört man am besten von weitem, während man stillsteht. Das Schwierigste am Spiel ist das Auftanken zwischen den Energietürmen. Zuerst so tief runtergehen, daß man fast den Boden „knutscht“. Dann die Türme suchen. Diese sind als Eckpunkte eines Dreiecks aufgestellt. Zum Tanken muß man immer zwischen den beiden Türmen hindurch auf den Hauptturm zufliegen. Vorausgesetzt, man hat die richtige Höhe und die Energieleitung wurde nicht von den Egrons abgeschaltet, so müßte jetzt die Energiekapsel des AGAV allmählich aufgeladen werden. Wurde die Energieleitung ausgeschaltet, dann muß der grüne Aufbau auf dem Hauptturm durch vier Treffer, ohne den Turm selbst zu treffen, zerstört und der Anflug wiederholt werden. Beherrscht man alle diese Flugmanöver, so dürfte es nicht mehr allzu schwer fallen, den nächsten Level zu erreichen, was automatisch passiert, wenn 10.000 Punkte erreicht sind. Also: Ran an die Geschütze und weg mit Hermann!

 

(Kopfnuss aus dem ASM-Special 1; Autor: Ottfried Schmitt)