Die haarsträubenden Abenteuer des ehrenwerten Lord Martin Darf ich Ihnen erst einmal meinen vollen Namen mitteilen? Ich bin Lord Martin, erster ehrenwerter Berater des königlichen Lord British, als Monsterschreck eingestufter Ritter von Britannia, oberster Oberbürgermeister der glühenden Stadt Moonglow, etc., etc., bla bla bla. Aber nennen Sie mich einfach Lord Martin (Abkürzung: L. M. A.). Kommen wir nun zur Sache: Mein Lehrer Mesron kam und sagte mir, daß ich das „Evil Book of Magic“ an seiner Entstehung in Landor hindern solle, damit der superböse Zauberer Mantor es nicht in seine krummen Finger bekommt. Noch nicht einmal meine elektrische Zahnbürste hatte ich dabei, nur ein lumpiges Messer! „Erstmal umsehen“, dachte ich mir und begann meine Umwelt zu erforschen. Viele Monster nagten an meinen Hitpoints (sie gingen weg wie warme Semmeln), bis ich endlich südwestlich von Landor das „Redstone Castle“ betrat, mit dem „Gold Key“ die „Hall of Visions“ öffnete und mich Mesron gleich um eine Stufe erhöht hatte. Er gab mir den Auftrag, den „Wand of Power“ zu finden. Nur wo, das wollte er nicht rausrücken. Ich begab mich also erst einmal in die Städte, nachdem ich mit und gegen Monster gekämpft hatte, versorgte mich mit Essen, stationierte einiges Gold auf der Bank, kaufte mir bessere Waffen und Rüstungen, dazu einige Fireballs (zirka 40) und versorgte mich mit den Hitpoints (die gibt's nur in Lyton, Seacrest und Santor). Nach langem Suchen beschloß ich schließlich, in die Kathedrale von Rivercrest zu gehen, und was sah ich da? Den Eingang zur Rivercrest Tomb! Stunden vergingen, bis ich dieses Loch endlich vollständig kartographiert hatte. Besonderheiten: Zuerst fand ich das sagenumwobene „Moonstone“-Amulett, und nachdem ich einem Priester 200 Goldstücke gab, damit er mir den Weg freimachte, stöberte ich auch den „Wand of Power“ und Morle, den Wizard, auf. Dieser gab mir den Auftrag, das „Orb of Enchantment“ zu finden, dazu schenkte er mir seinen „Brass Key“ (wie großzügig!). Bis ich mich endlich wieder aus der Tomb herausgeschlagen hatte, standen meine Hitpoints schon fast im Minusbereich. Doch der heilige Mann in der Kathedrale verkaufte mir gleich ein paar „Breads of Life“ – dem „Moonstone Amulet“ sei Dank! Siegessicher eilte ich mit dem „Wand of Power“ zu Mesron, der mich schon auf die dritte Stufe hinaufschleuderte. Danach ging's wieder raus in die Städte. In Octapoint gab's die modernste Rüstung und ein Pony, und in Bay View gab es die zur Zeit stärkste Waffe. Ich stockte meinen Vorrat an Fireballs in Octapoint auf 50 auf, weil sie dort am billigsten waren, und begab mich erneut ins Schloß. Ich schloß mit dem „Brass Key“ die „Hall of Maps“ auf, bezahlte 1.000 Goldmünzen und zeichnete eifrig die drei Karten ab. Jetzt überlegte ich, wo das Orb sein könnte, das Mesron suchte, und sah es plötzlich im Schloß in einem der Räume stehen. Doch – oh Schreck – der Raum war verschlossen! Wo war der verflixte Schlüssel? Sofort danach erblickten meine entzündeten Augen die vielen verlockenden Kistchen im Schloß, die nur darauf warteten, von einer außenstehenden Person ihres Inhalts entledigt zu werden. Was ich dann tat? Na, ich öffnete eine. Und ... so ein Zufall! Ich fand gleich ein „Unicorn Horn“. „Da muß mehr sein!“, dachte ich mir und wolIte weiterplündern. Dann fiel mir auf, daß sich eine ziemlich bedrückende Stille im Burghof ausgebreitet hatte. „Irgendwo muß doch hier der Haken sein“, dachte ich, „ich kann doch nicht alles so einfach mitgehen lassen!“ Doch plötzlich spürte ich diesen Haken: Er steckte mir nämlich direkt im Rücken. Sämtliche Wachen des Schlosses hatten mich umzingelt, und in ihren grinsenden Mündern erkannten ich die silberplombierten Zähne, die durch das fahle Licht der Sonne genauso glänzten wie die Spitzen ihrer Schwerter. Doch Gott sei Dank hatte ich noch einige „Breads of Life“ bei mir, und sogar der „Wand of Power“ gab mir bis zu 400 Hitpoints zurück. Nach dieser köstlichen Erfrischung blieb mir nichts anderes übrig als die Befolgung des altbekannten Sprichworts: „Ab durch die Mitte“. Leider war auch schon Eingang des Schlosses mit diesen dicken, fetten Wachmännern zugestellt, und so stürzte ich mich mit dem Kampfruf „Wo wir schon mal da sind, da bleiben wir auch hier!“ in eine verlassene Ecke und wehrte die über meinem Kopf propellerartig rotierenden Schwerter der Wachen mit geschicktem Ducken und gut gezielten Fireballschüssen ab, bis kein Kopf der Wächter mehr an seinem richtigen Platz saß. Nachdem auch jeder gesehen hatte, daß er gegen so einen Wirbelsturm wie mich keine Chance hatte, begann ich, alle Kisten auszuräumen. Welche Unsummen von Gold ich da fand! (Alles Steuereinnahmen des Königs! Wucher!). Schließlich fand ich auch einige Schlüssel, die mir Mesron (bis auf den „Emerald Key“) gegen einen „Silver Key“ eintauschte, der in alle Türen des Schlosses paßte. Sofort schnappte ich mir dann das „Orb of Enchantment“, ging noch zu dem Magier, der mir für 2.000 Goldstücke mein Charisma erhöhte (gehört verboten!) und schlenderte wieder gemütlich hinaus in die Wildnis. Und wie ich sah, hatten sich die Zeiten geändert! Man konnte sich nun in der Stadt Folman eine prima „Chain Mail“ kaufen, und in „Bay View“ gab es als beste Waffe einen „Weighted Spear“ (nur dort)! Als nächstes beschloß ich, wieder in die „Rivercrest Tomb“ zu gehen, um Morle endlich sein heißersehntes Orb zu zeigen. Mit dem „Emerald Key“ kann man übrigens die Tür im Süden der Tomb aufschließen, um das „Inner Sanctum“ betreten zu können. Aber außer ein paar Hitpoints gibt es dort nichts Weltüberragendes zu entdecken. Morle bot mir für das Orb sofort an, mich in das „Realm of Sorcerors“ zu teleportieren. Aber vorher wollte ich noch einmal aus dem Tomb raus, um mir ein paar „Breads of Life“ mehr zu besorgen. Ich schlenderte zufällig in die „Great Plains“-Kathedrale, deren Heiliger über das „Unicorn Horn“, das ich ihm gab, so freudig gestimmt war, daß ich ab jetzt soviel „Breads of Life“ kaufen konnte, wie ich nur wollte. Dazu mußte ich die Kathedrale, nachdem ich alle Brote gekauft hatte, die er hatte, wieder verlassen und nach kurzer Zeit wieder betreten (der verkalkte Heilige hatte nämlich in der Zwischenzeit mein Gesicht schon vergessen und bot mir erneut einige „Breads“ zum Kauf an). Leider merkte ich viel zu spät, daß ich nur 99 Stück tragen konnte. Doch als nächstes ging ich nicht wie geplant wieder zu Morle, sondern zunächst nach Octapoint, wo ich mir ein Boot kaufte. „Pfeif auf Morle“, dachte ich mir und schipperte gemütlich über das Meer zum „Realm of Sorcerors“. Wenn nur diese dämlichen Seeschlangen nicht wären! Doch schließlich war Land in Sicht, und ich begann, den neuen Kontinent zu erkunden. Die Monster waren hier um einige Meter breiter (also Vorsicht!). Halbtot und völlig erschlagen ereichte ich dann die Stadt Grissold, wo ich mir von dem Geld aus dem Schloß erst einmal Hitpoints, dann 60 Fireballs und schließlich einen trainierten Adler kaufte. Der brachte es! Wunderbar konnte man mit ihm über Meere und Berge segeln, ohne auch nur von einer Ameise belästigt zu werden. Doch was dann? Da fiel mir die Karte der „Twilight Tomb“ ein, die ich so mühselig abgekritzelt hatte. Also schoß ich schnurstracks in die „Twilight“-Kathedrale und wollte die Tür zur Tomb öffnen. Aber – o Schmach – mir wurde schwindelig, denn die Tomb war abgeschlossen! Als letzte Möglichkeit kam mir in den Sinn, das Dungeon im Osten des Kontinents zu erforschen. Also nichts wie hin! Etwas nervös war ich schon, als ich mich das erste Mal in ihm verlief, aber im dritten Level fand ich die „Scroll of Scalna“, mit der ich erstmal alle acht Levels kartographierte (ziemlich verschachtelt! Hier muß mal ein Erdbeben gewütet haben!). Ab und zu spürte ich auch einen leichten Stoß am Hinterkopf, da kleine Monsterchen mit ihrem Beil denselbigen spalten wollten. Aber nicht mit mir! Mein Speer war mein bester Kamerad! Manchmal bin ich auch in eine Falle getappt – aber in Anbetracht der vielen „Herbs“, die man dort findet, war dies eine gelungene Abwechslung. Im vierten Level fand ich schließlich einen „Crystal Goblet“, im sechsten Level einen „Agate Key“ und im achten Level den „Onyx Key“ – und jetzt die ganzen Irrwege wieder nach oben? Nein, nein, keine Angst! Im Nordosten des achten Levels befand sich ein geheimer Aufstieg, der es einem erlaubt, blitzschnell wieder das Licht der Sonnen erblicken zu können (die Programmierer haben also doch ein Herz für den Spieler!) Oben angelangt, flog ich (mit dem Adler) erst einmal zu Mesron, der mir mitteilte, daß Mantor angekommen wäre – und zwar in Cramford. Sofort eilte ich dorthin, aber leider war es zu spät. Ein grauer, bedrückender Schleier lag über der Stadt, der sich wie eine Decke über die toten Bürger des Ortes legte Als Nächstes benötigte ich wieder etwas Geld und stürmte somit in meiner blinden Wut in die Festung des Königs Kelfar (sie befindet sich im Westen des „Realm of Sorcerors“). Ich ging hier im Kampf gegen die Wachen taktisch genauso vor, wie ich es vorhin im Schloß beschrieben hatte: Nicht umsehen, nur draufhauen! Nachdem ich hier genügend Gold eingesackt hatte, fand ich schließlich einen „Sapphire“ und einen „Ruby Key“, mit denen ich alle Türen der Festung öffnete (auch der „Agate Key“ kommt hier nicht zu kurz!). Ich schnappte mir dann sofort die „Eternal Flame“, ging zu König Kelfar, der mir einige Geschenke gab, die mir (vielleicht) helfen würden, und bekam von einem Magier im rechten Teil des Schlosses einen Bonus an Intelligenzpunkten (natürlich nicht umsonst!). Dann wollte ich endlich mal in die „Twilight Tomb“ hinabsteigen. Genügend Schlüssel hatte ich ja! Und tatsächlich, der „Onyx Key“ paßte. Anhand der Karte, die durch die Flamme der „Eternal Flame“ etwas regendurchlässig geworden war, suchte ich mir einen Weg durch die Tomb (die „Eternal Flame“ war mir dabei auch sehr behilflich), bis in dem Raum ganz im Südosten ein „Black Key“ nur darauf wartete, von mir gefunden zu werden. Als ich ihn mir angeeignet hatte, begann ich meinen Rückweg, bis ich plötzlich nach der Hälfte des Weges feststellte, daß mir mein Futter ausgegangen war. Doch da entdeckte ich die magische Kraft des „Moonstone Amulets“. Leider war es nur zweimal verwendbar, dann konnte man es wegschmeißen. Nachdem ich den Ausgang erreicht hatte, flog ich sofort wieder zu Mesron, der mir alle Schlüssel der Festung gegen einen „Opal Key“ eintauschte und mir außerdem mitteilte, daß Mantor nun in Seacrest sei. „Endlich!“, dachte ich und eilte dorthin. Und dort stand er auch, der miese, fiese Obermiesling aller Fieslinge. Mit einem gekonnten Zauberspruch hetzte er mir alle Wachen der Stadt auf den Leib. Aber sie gingen dank meines Speers weg wie Butter. Doch als ich auch ihm einen kleinen Hieb in seine empfindlichste Gegend versetzen wollte, löste er sich in Luft auf. „Scheibenkleister“, ärgerte ich mich. Aber Hauptsache, die Stadt war gerettet. Als ich wieder zurück zu Mesron ging, um ihm meine Heldentat vorzutragen, schlug er mich zum Ritter von Landor (welche Ehre!). Danach beschloß ich, mir etwas bessere Rüstungen zu besorgen. Ich schnallte mich auf meinen Adler und flog zum „Realm of Sorcerors“, wo ich in der Stadt Slippery Rock eine „Ribbed Plate“ kaufte und mir in Grissold noch einen kostbaren „Crossbow“ zulegte. Danach überlegte ich wieder: „Ritter, Black Key?“ Das waren die besten Voraussetzungen für den „Despair Dungeon“ in der Mitte des Kontinents zwischen den Bergen. Also nichts wie hin! Nachdem ich meinen Adler an einen Baum angebunden hatte, schloß ich die Tür des Dungeons auf. Kleine braune Nebelschwaden und ein etwas eigenartig muffelnder Geruch beunruhigten meine Nase zutiefst (erinnerte mich irgendwie an Gulasch). Aber, wie dem auch sei, ich hakelte mich das Seil hinunter und begann, die „Scroll of Scalna“ ihres Amtes walten zu lassen. Es war überhaupt nicht leicht, immer darauf zu achten, daß die Hitpoints nicht zu weit unter 5.000 sanken. Taten sie das doch, konnte man sich gleich in dem nächsten Sarg, den man hier unten fand, zur ewigen Ruhe betten. Hier gab es sagenhafte Monster, noch nie hatte ich solche in einem Spiel dieser Art gesehen. Doch angesichts meiner hochwertigen Attribute und Rüstungen befand ich mich in der Lage, den Angriffen der Gegner eine geschickte Defensive entgegenzusetzen, indem ich ihnen einige „Sonic Whine“-Sprüche um die Ohren klebte. Somit siegreich durchstreifte ich dann alle Dungeonlevels, bis ich schließlich im achten (ein ziemliches Verwirrspiel von Türen) durch ein Loch stürzte und im Hauptquartier von Mantor landete. Jetzt wurde es brenzlig! Mit jedem Schritt, den ich dort unten tat, wurde ich von Mantors todbringenden Gedankenblitzen um mehrere Hitpoints erleichtert. Dazu kamen auch noch seine unzähligen Wachen, die ich aber sofort mit meinem „Crossbow“ Mores lehrte, da ich diese mit dem Bogen schon von weitem unter Beschuß nehmen konnte. Als nächstes stellte sich mir die Frage, welchen Weg ich nehmen sollte, weil ich bei jedem Schritt von Mantor einen Schlag bekam. Ich beschloß, den Weg nach oben zu nehmen. Als ich beim Zauberer Morle vorbeikam, der mir hastig mitteilte, daß ich die Beine in die Hand nehmen solle, da das „Book of Magic“ jede Sekunde entstehen könne, merkte ich, daß die Zahl meiner Hitpoints von 6.000 auf 200 abgerutscht war (und zwar lawinenartig!). Blitzschnell aß ich alle meine „Breads of Life“ auf. Am Ende des langen Ganges erreichte ich endlich eine große Halle, in der sechs Magier und Mantor an dem Buch bastelten. „Erst mal aufräumen“, dachte ich und metzelte die sechs bösen Zauberer nieder, nur mit Mantor klappte es nicht so ganz. Da mußte ich mir etwas Neues einfallen lassen. Endlich kam mir die rettende Idee: Ich verwandte den Zauberspruch aus dem Buch, um Mantor zu töten. Ich habe es zwar bis heute selbst noch nicht verstanden, aber es wirkte. Nachdem ich den „Destruct“-Spruch auf Mantor gejagt hatte, machte es kurz „Puff“, und dann verschwand er schließlich für immer in den ewigen Jagdgründen …
(Lösungshilfe aus dem ASM-Special 4; Autor: Martin Heimberger) |