Oil Imperium

2/1990

 

Das Spiel

„Oil Imperium“ ist eine Wirtschaftssimulation, die es in sich hat. Nach guter alter Dallas-Manier muß der Spieler sich durch geschickte Investitionen, gewagte Spekulationen und nicht zuletzt mit Hilfe hinterhältiger Intrigen durchs harte Ölgeschäft schlagen. Er tritt dabei gegen bis zu drei menschliche oder entsprechend viele vom Computer simulierte Widersacher an. Dabei stehen ihm Detektive und Saboteure zur Seite. Der Verlauf des Spiels wird in der Financial Times protokolliert. Ziel dieser grafisch ansprechenden Simulation ist der pure Profit.

 

Der Preis des Erfolgs

„Der Weg zu Ruhm und Reichtum führt durch die Hölle!“ Für alle, die diesen Weg dennoch nicht scheuen: Hier ist der Bericht eines Millionärs, der ihn gegangen ist.

Hm, soll ich mir nun eine Quelle in Indochina kaufen oder erst einmal die Kapazität meiner Tanklager in Nordamerika aufstocken? Soll ich ein kleines Attentat auf die Bargeldreserven meiner Konkurrenten durchführen lassen oder lieber erst einmal abwarten, ob meine Detektive eine gegen mich gerichtete Verschwörung aufdecken? Sie haben keine Ahnung, wovon ich spreche? Oh, Verzeihung! Ich sollte mich vielleicht erst einmal vorstellen: Mein Name ist Raymond De Loessian. Bis vor wenigen Jahren war ich noch ein unbeschwerter Aufsteiger, der durch eine millionenschwere Erbschaft sein Leben in vollen Zügen genoß. Mittlerweile bin ich zu einem der erfolgreichsten Businessmen in der Ölbranche avanciert! Wie es dazu kam? Nun, es begann alles damit, daß ich kurz nach dem Tode eines Onkels mütterlicherseits die nicht zu verachtende Summe von fünf Millionen Dollar erbte.

Endlich nahm mein Leben, welches ich bis dahin als Verkäufer in der Computerabteilung eines Kaufhauses fristete, eine zufriedenstellende Wende. Ich warf meinem Chef bei der ersten Gelegenheit meine Kündigung vor die Füße und stürzte mich in die Welt der High-Society von Los Angeles. Alsbald trat ich in den vornehmsten Club der Stadt ein, wo ich auch schon bald die drei Yuppies Phillip Sawtelle, Desmond Harris und Morgan Sloat kennenlernte. Eines Tages erzählten mir die drei, daß sie für ihre Firma, die auf dem Ölsektor zu den Marktführern gehörte, noch einen geeigneten Geschäftsführer und Teilhaber suchten. Das alles klang für mich damals ziemlich fantastisch, und ich wollte nicht glauben, daß an der Sache kein Haken sein sollte. Und so war es dann auch nicht! Die Jungs wollten, daß ich meine Qualitäten, eine solche Firma zu führen, erst einmal unter Beweis stellen sollte. Sie schlugen mir einen Wettkampf vor, bei dem alle Mittel erlaubt waren.

Jeder von uns sollte mit einem Startkapital von fünf Millionen Dollar eine Ölfirma gründen und versuchen, innerhalb von drei Jahren soviel Kapital wie möglich zu erwirtschaften. Sollte ich es schaffen, gegen alle drei einen klaren Sieg zu erringen, würden sie mich als Teilhaber und Geschäftsführer akzeptieren. Kein leichtes Unterfangen, wenn man bedenkt, daß die Jungs schon damals absolut gewiefte Profis im Ölgeschäft waren, während ich von der Materie so gut wie keine Ahnung hatte. Die heißeste Wette meines Lebens begann ...

 

Januar 1989: Das Rennen beginnt

Ich taufte meine Firma „All American Oil“, Phillip wählte den Namen „Explora“, Desmond gründete „Interoil“ und Morgan stampfte „Transoil“ aus dem Boden. Fairerweise einigten wir uns darauf, daß keiner mit einem anderen zusammenarbeiten würde, so daß alle Chancen gerecht verteilt blieben. Ich hatte mein Büro mit einer geschmackvollen Einrichtung versehen, meine Arbeitsgeräte wie Computer, Telefon usw. entsprachen dem neuesten Stand der Technik. So ausgerüstet, beschloß ich dann zunächst, mir eine Bohrkonzession für Alaska zu besorgen und dort meine ersten Quellen zu erschließen. Die Konzession kostete mich den Wucherpreis von zwei Millionen Dollar, was meine Bargeldreserven drastisch verringerte. Ich hatte aber zumindest den Trost, daß es den anderen drei ebenso ergehen würde. Ich kaufte mir unbesehen eine Quelle in Thailand und blätterte dafür die stolze Summe von 1.256.810 Dollar hin. Da es mir meine finanziellen Möglichkeiten nun nicht mehr erlaubten, eine Firma mit der Bohrung an dem Ölfeld zu beauftragen, mußte ich dies selbst in die Hand nehmen. Man kann nicht gerade sagen, daß mein erster Bohreinsatz zufriedenstellend verlief.

Innerhalb von nur zwei Tagen schaffte ich es, den Bohrkopf zu demolieren, da ich ihn mit zu hoher Geschwindigkeit durchs Erdreich trieb. Das brachte mir die nicht unerheblichen Reparaturkosten von 20.000 Dollar ein. Ich erholte mich erst einmal von meinem Schreck und kaufte währenddessen einen durchschnittlichen Öltank mit einer Kapazität von einer Million Barrel, der mich wiederum um fast eine halbe Million Dollar ärmer machte. Dann machte ich mich erneut an die Bohrung an meiner Quelle, und diesmal gelang es mir dann auch, den Bohrkopf ohne größere Probleme bis zur Ölader vorzutreiben. Die fünf Tage Arbeit dafür kosteten mich 75.000 Dollar, womit ich im Endeffekt auf jeden Fall billiger wegkam, als wenn eine Firma den Job für mich erledigt hätte. Wieder in meinem Büro angekommen, lehnte ich mich entspannt zurück und griff mir die neueste Zeitung vom Schreibtisch. Die Financial Times berichtete von einem Boom des Ölpreises, was ich wohlwollend zur Kenntnis nahm.

Mittlerweile schrieben wir den 22., und ich beschloß, den Rest des Monats mit Abwarten zu verbringen. Anfang Februar verblieben mir nach Abzug aller Kosten des letzten Monats noch knapp 800.000 Dollar an Barkapital. Ich beschloß also zunächst, etwas Öl abzustoßen, um wieder flüssiger zu werden. Knappe 34.000 Barrel hatte mir mein erstes Ölfeld in diesem Monat eingebracht. Gar nicht mal schlecht für den Anfang! Als ich dann aber den momentanen Kurs von zehn Dollar pro Barrel erfuhr, beschloß ich spontan, mein Öl noch etwas zu horten, um den Kurs in die Höhe zu treiben. Ich wühlte gerade in ein paar Statistiken herum, als mich das Schrillen des Telefons aus meinen Gedanken riß. Meine Quelle in Alaska stand in lodernden Flammen! Fluchend griff ich nach dem Telefon und rief Ted Redhair an, einen Spezialisten für brenzlige Angelegenheiten, der mir für knapp 800.000 Dollar seine Hilfe anbot.

Da ich mir dies mit meinen letzten Bargeldreserven kaum leisten konnte, beschloß ich, diese Aktion selbst durchzuführen. Ich charterte ein Flugzeug und sprang mit dem Fallschirm über dem Ölfeld ab. Auch durch diese Entscheidung überhäufte ich mich nicht gerade mit Ruhm, da ich durch unvorsichtige Sprengungen 23 Prozent des Ölfeldes zerstörte, was die Förderung für zwei Monate ins Stocken brachte. Verärgert über meine eigene Unfähigkeit beschloß ich, diese Arbeit das nächste Mal Ted Redhair zu überlassen und kaufte mir eine weitere Quelle in Alaska, nachdem ich vorher zähneknirschend nun doch mein Öl zu einem Dumpingkurs von 10 verkauft hatte. Auch diesmal bohrte ich wieder selbst und schaffte es in sechs Tagen, das Ölfeld zu erschließen. Erschöpft kam ich in meinem Büro an und verbrachte den Rest des Monats mit erholsamem Schlafen ...

 

März 1989: erste Gewinne

Ich stand nun mit ca. 150.000 Dollar im Minus und mußte versuchen, erst einmal wieder zu Geld zu kommen. Der Kurs stand auf recht brauchbaren 14 Dollar pro Barrel, so daß ich beschloß, noch ein paar Tage zu warten und dann mein Öl zu verkaufen. Mittlerweile las ich die Zeitung, in der von einem Brand bei den Quellen von Phillips „Explora“ berichtet wurde, was ich irgendwie befriedigt zur Kenntnis nahm. Mein hämisches Grinsen verflog sofort wieder, als das Telefon klingelte und ich erfuhr, daß meine neue Quelle schon wieder versiegt war. Also noch mal ab nach Alaska und fleißig gebohrt. Nach weiteren sechs Tagen hatte ich die Lage wieder unter Kontrolle und erreichte mein Büro, als das Telefon schon wieder klingelte. Erregt nahm ich den Hörer ab, doch es war nur ein Liefervertrag, der mir angeboten wurde. Freundlich erklärte ich, daß es mir im Moment nicht möglich sei, einen solchen einzuhalten, und bat um einen späteren Rückruf. Danach warf ich einen Blick auf den Kalender und zuckte erschrocken zusammen: Fast hätte ich vergessen, mein Öl zu verkaufen! Ich holte dies schleunigst nach und konnte danach wieder eine halbe Million auf der Plus-Seite meines Kontos verbuchen.

Nun heuerte ich mir noch für die schlappe Summe von 200.000 Dollar einen Privatdetektiv an, der mich vor weiteren Überraschungen schützen sollte, und beendete meine Aktivitäten für diesen Monat. Anfang April war der Kurs dann wieder gestiegen, und ich begann meinen Job zu lieben. Beim Verkauf meines Öls erzielte ich einen akzeptablen Preis und verbrachte den Rest des Monats in meinem Ferienhaus, ohne daß sich noch etwas Besonderes ereignet hätte. Im Mai wurde es dann wieder spannender. Als erstes stieß ich mein Öl ab und stockte dadurch mein Konto auf eineinhalb Millionen auf, die ich alsgleich in eine neue Quelle investieren wollte. Vorher stellte ich mein noch immer nicht wieder erschließbares Ölfeld zum Verkauf frei, als mich das Telefon schon wieder unterbrach. Ich erfuhr so nebenbei, daß es einem Saboteur gelungen war, einen Großteil meines Bargeldes zu klauen.

Verdammt noch mal, diese Jungs arbeiten wirklich mit allen Tricks! Ich beschloß, von nun an ebenfalls mit härteren Bandagen zu arbeiten, und heuerte einen neuen Detektiv an, um „Explora“, die ich im Verdacht hatte, hinter den Anschlägen zu stehen, zu bespitzeln. Anfang Juni bestätigte sich mein Verdacht dann: „Explora“ steckte hinter den Anschlägen auf meine Bohrtürme, und ich konnte genügend Beweise sammeln, um eine Verurteilung zu erwirken. Als Entschädigung erhielt ich eine weitere Quelle in Alaska. Nun verkaufte ich wieder mein Öl und stockte so mein Vermögen auf knappe vier Millionen Dollar auf. Dies gab mir die Möglichkeit, noch schnell eine weitere Quelle zu erstehen. Diese erschloß ich wiederum selbst. Kaum war ich fertig, erhielt ich auch schon die nächste telefonische Hiobsbotschaft: Eine Quelle war versiegt! Nach dem erfolgreichen Wiedererschließen widmete ich mich zu guter Letzt der neuesten Ausgabe der Financial Times, die sehr zu meinem Vergnügen davon berichtete, daß alle Quellen Exploras niedergebrannt waren.

Aber so gut ging es natürlich nicht weiter. Ich wollte gerade mein Öl verkaufen, als mir meine Leute in Alaska mitteilten, daß es Probleme beim Pipelinebau gab. Also mußte ich wieder einmal selbst eingreifen, um meinen Konkurrenten zuvorzukommen und ein weiteres Plus auf meinem Konto zu verbuchen.

 

August 1989: erste Anfälle

Anschließend kaufte ich mir noch zwei weitere Felder in Alaska und erschloß ein versiegtes Ölfeld neu. Wie im Flug verging dabei die Zeit, und der nächste arbeitsreiche Monat begann ... Da hatte ich in meinem Kaufeifer doch tatsächlich vergessen, mir neue Tanks zuzulegen! Das bemerkte ich leider erst jetzt, als meine Lager beinahe überquollen! Also beschaffte ich mir flugs noch ein paar neue Tanks mit einer Gesamtkapazität von zwei Millionen Barrel und verkaufte mein Öl. Nun noch schnell ein neues Ölfeldchen gekauft und sofort gebohrt. Kaum war diese Meisterleistung vollbracht, schrillte auch schon wieder mein inzwischen vielgehaßtes Telefon! Man teilte mir gleichmütig mit, daß schon wieder eine meiner Quellen fröhlich vor sich hin brannte! Ich rief ganz gelassen Ted Redhair an, erteilte ihm den Auftrag, sich um die Sache zu kümmern, sagte meiner Sekretärin mit ruhiger Stimme alle weiteren Termine für diesen Monat ab, lehnte mich in meinem Sessel zurück, schloß die Augen und bekam einen Schreikrampf ...

Etwas gefaßter schickte ich mich an, den neuen Monat zu beginnen, als mich schon wieder das Telefon aus meinen Gedanken riß. Ich widerstand nur mühsam der Versuchung, das Telefonkabel durchzunagen, und erfuhr, daß eine Quelle versiegt war. Was auch sonst? Ich beschloß, mich durch so etwas nicht mehr aus der Ruhe bringen zu lassen und verkaufte zunächst einmal wieder mein Öl. Ich kaufte mir diesmal gleich drei neue Quellen in Alaska und ließ die Bohrungen von einer Firma durchführen, da es meine körperliche Verfassung nach dem Sturz aus dem Fenster im letzten Monat (wie es zu diesem kam, berichte ich besser nicht ...) noch nicht erlaubte, dies selbst zu tun. Kurz darauf schrillte mein Lieblingserzeugnis moderner Technologie abermals los, und ich nahm mit einem irren Kichern zur Kenntnis, daß eine weitere Quelle ihrem neuen Hobby als Fackel nachging. Ich rief Ted an, und er wußte sofort, was zu tun war. Ich wußte es auch, aber mein Rollstuhl verhinderte, daß ich über den Fenstersims kam ...

Meine Sekretärin konnte gerade noch verhindern, daß ich mir mit Hilfe des Telefonkabels das Leben nahm, und so machte ich mich mit gezwungenermaßen neuem Mut und sogar etwas Zuversicht wieder an die Arbeit. Ich verleibte drei weitere Quellen in meine Sammlung ein und erlangte damit schon fast die totale Kontrolle über Alaska. Das steigerte natürlich mein Selbstbewußtsein und senkte den Verschleiß von Fensterscheiben und Telefonen – wenigstens für diesen Monat.

Der erste Schnee tropfte in matschigen Fladen von meinem Lieblingsfenster, und ich kuschelte mich behaglich in meinem Rollstuhl vor dem Kamin, von wo aus ich neuerdings meine Geschäfte zu leiten pflegte. Ich stieß mein gesamtes Öl ab und konnte somit endlich einen Profit von über 20 Millionen Dollar auf mein Konto prasseln sehen. Nun kaufte ich mir noch einen neuen Tank sowie zwei weitere Ölfelder zur Befriedigung meiner Besitzgier.

 

Dezember 1989: der Wahnsinn

Stille Nacht, heilige Nacht! Der Schnee fällt leise vom Himmel runter, und meine Quellen geh'n in Flammen unter ... TEEEEEEED! Hatte ich eigentlich schon erwähnt, daß ich die Wände meines Büros vor kurzem mit Schaumgummi polstern ließ? Egal. Ich verbrachte noch einen recht geruhsamen Weihnachtsabend allein in meinem Penthouse. Ich hatte sogar von meinen drei Freunden ein kleines Geschenk bekommen, eine Kerze, die aussah wie ein Bohrturm. Ich besorgte mir einen Liter Benzin und – trank ihn an Silvester. Wurde einem von Ihnen schon einmal der Magen ausgepumpt? Ein erhebendes Gefühl! Aber ich will nicht abschweifen. Das neue Jahr begann recht friedlich mit der telefonischen Meldung, daß eine Katastrophe nahezu meine gesamten Tanklager vernichtet hatte. Die nächsten drei Monate verbrachte ich in einem Sanatorium in der Schweiz, wo ich meine Kunst im Basteln von Papierfliegern perfektionierte ...

Anfang Mai 1990 betrat ich dann endlich wieder frisch und entspannt mein Büro. Jawohl, betrat! Ich konnte wieder ohne Krücken gehen und hatte mich nervlich wieder einigermaßen gefangen. Vor meiner Abreise im Januar hatte ich noch angeordnet, bis heute lediglich jeden Monat alles Öl zu verkaufen, und so konnte meine Bilanz nun mit der stolzen Summe von 76 Millionen Dollar aufwarten! Ich beschloß tatendurstig, dieses Geld sofort gewinnbringend anzulegen, indem ich mir drei Viertel der indochinesischen Ölfelder unter den Nagel riß. Aah, welch eine Genugtuung! Ein schöner Monat.

Nach dem gewohnten Abstoßen meiner Ölreserven brachte ich im Juni erst einmal den Rest aller Quellen in Indochina an mich. Die anschließenden Meldungen von ein paar Bränden und Tanklagerkatastrophen ließen mich kalt, und ich grinste vergnügt vor mich hin. Neinnein, kein Rückfall mehr ... Den Juli verbrachte ich in aller Ruhe mit dem gemächlichen Löschen aller brennenden Felder und dem Wiedererschließen von bereits abgefackelten Quellen. Eine kleine Zwischenstatistik meinerseits ergab, daß ich mit einem Barkapital von 50 Millionen und einem angelegten Vermögen von etwa 100 Millionen Dollar weit an der Spitze stand. Ich fieberte der Entscheidung entgegen! Die folgenden vier Monate nutzte ich zur Aufbesserung meiner Bargeldreserven durch den Verkauf von Unmengen an Rohöl. Und dann war es auch schon wieder Dezember: Weihnachtszeit, schöne Zeit! Vergessen waren all die nervenzermürbenden Schicksalsschläge des vergangenen Jahres, als ich unter meinem Bäumchen saß und meine Dollars zählte!

 

Januar 1992: die Entscheidung

Dieses Jahr hatte ich von meinen Freunden zwar kein Geschenk bekommen, aber ich ließ es mir trotzdem nicht nehmen, ihnen als Weihnachtsüberraschung je einen Kanister Benzin zukommen zu lassen ... Es ist entschieden! Ich möchte Sie an dieser Stelle nicht mit Details langweilen, wie das Jahr 1991 verlief, es war zwar monoton, aber einfach göttlich! Ich brachte nach und nach alle noch verfügbaren Ölquellen in meinen Besitz und scheffelte eine Million nach der anderen. Und heute war der große Tag der Entscheidung! Meine drei Freunde und ich machten Kassensturz, und ich ging dabei mit einem Reinvermögen von ungefähr 350 Millionen echter amerikanischer Dollars eindeutig als Sieger hervor! Sie hielten Wort, machten mich zum alleinigen Geschäftsführer ihrer Firma und nahmen mich als Teilhaber in ihre Runde auf. Und so stehe ich heute vor Ihnen und präsentiere Ihnen stolz mein erstes Buch mit dem Titel „Der Preis des Erfolgs“.

Wenn mir heute noch einmal jemand eine solche Wette vorschlagen würde, wie es die drei damals taten, ich glaube, ich würde ihn ohne langes Federlesen mit meinem Telefonhörer verprügeln. Und dann würde ich die Wette annehmen ...

 

(Longplay aus der 64'er 2/1990; Autor: Steve Kups)