Antiriad

12/2000

 

Das Spiel

Vor vielen Jahrhunderten, im Jahre 2086 AD, wurde die Erde durch einen Atomkrieg verwüstet. Die Machtblöcke des Nord- und des Südsektors befanden sich in einem Rüstungswettlauf und entwickelten jeweils eigene Anti-Rad-Kampfanzüge (Anti-Rad = Anti-Radiation). Beide Seiten weigerten sich, die Entwicklung der mächtigen Waffen einzustellen, die ihren Träger gegen jede bekannte Waffe unverwundbar machten und dessen Kampfkraft ins Furchterregende steigerten. Der Konflikt eskalierte, und so wurde die Zivilisation zerstört.

Nach Jahrhunderten des nuklearen Winters erhob sich aus den Trümmern der Welt eine neue menschliche Rasse. Sie führte ein einfaches und friedliches Leben, bis die Invasionsstreitmacht einer fremden Welt die Erde entdeckte und sich die Menschen untertan machte – gegen die weit überlegene Waffentechnik der Außerirdischen waren die Menschen mit ihren Knüppeln machtlos.

Die Tyrannen errichteten eine Feste im Inneren eines längst erloschenen Vulkans und übten von dort aus ihre Herrschaft über die Menschen aus, die sie versklavten und zu harter Fronarbeit in den Minen zwangen. Es begann eine neue Leidenszeit für die Menschen.

Die Ältesten jedoch planten den Sturz der Unterdrücker. Sie versteckten die Neugeborenen und zogen sie in geheimen Lagern groß, wo ihnen die alten Kampftechniken beigebracht wurden. Einer von ihnen überragte alle anderen. Sein Name: Tal! Er wurde auserwählt, sein Volk zu retten. Nachdem er in die Legende von Antiriad, der „Heiligen Rüstung“, einem im Vulkan verborgenen Prototypen eines Anti-Rad-Kampfanzugs, eingeweiht worden war, erklärten ihm die Ältesten, dass nun die Zeit gekommen sei, sie aus dem Reich der Toten zurückzuholen und mit ihrer Hilfe die Eindringlinge zu vertreiben.

Tal machte sich auf den Weg ...

 

Ich, Tal, Auserwählter meines Volkes, habe die Menschheit aus der Sklaverei befreit. Dies ist die Geschichte meines Abenteuers, auf dass sie der Menschheit als Mahnung diene ...

Eingewiesen in die Legende um Antiriad, machte ich mich auf den Weg. Bereits im Dschungel vor dem Vulkan traf ich auf mehrere fremdartige Wesen, die mich aufhalten wollten. Zudem tropfte Säure von den Bäumen. Mit Geschick, Geduld und einigen aufgesammelten Steinen, die ich auf die Angreifer warf, konnte ich mich aber erfolgreich gegen sie wehren.

 


Am Anfang ist Tal noch unbewaffnet ...

 

Den Weg bahnte ich mir nach rechts, bis ich zum Eingang in den Vulkan gelangte (Achtung: Von Zeit zu Zeit beginnt das Spiel am rechten unteren Spielfeldrand). Hier sprang ich von einem Podest aus nach rechts oben und fand – Antiriad! Es war beinahe zu einfach! Schnell schlüpfte ich in den Anzug hinein und aktivierte ihn. Nach den Jahrhunderten des Herumstehens waren dessen zum Betrieb notwendigen Energiezellen jedoch entleert, so dass ich den Anzug nicht verwenden konnte. Zudem fehlten ihm mehrere Bestandteile, ohne die er so gut wie wertlos war. Also machte ich mich auf die Suche nach den noch fehlenden
Bestandteilen des Anzugs.

 

Der Schwerkraftverdränger

Im Urwald vor dem Vulkan fand ich eine Energiezelle und den Schwerkraftverdränger. Beide brachte ich zum Kampfanzug und installierte sie. Nun konnte ich mit dem Anzug wenigstens fliegen, wenn auch noch nicht kämpfen. Doch zunächst durchstreifte ich noch den Dschungel rund um den Vulkan, um eventuell weitere Energiezellen zu finden. Deren Position merkte ich mir, um sie gegebenenfalls später leichter zu finden. Außerdem fand ich im Dschungel noch ein Teleportfeld, das mich zurück zum Kampfanzug teleportierte.

 


... bis er Antiriad findet!

 

Der Pulsarstrahl

Das vorrangige Ziel war nun, den Pulsarstrahl zu finden, mit dem ich den Eindringlingen Paroli bieten konnte. Diese Einheit fand ich nach einigem Suchen schräg rechts vom Standort des Kampfanzugs in den Gängen des Vulkans. Nun konnte ich meinem Hass auf die Tyrannen freien Lauf lassen, was ich auch weidlich ausnutzte!

 

Die Implosionsmine

Im Inneren des Anzugs war ich gegen die zunehmende Radioaktivität geschützt, so dass ich mich darin erholen konnte. Auf Höhe des gefundenen Strahlers flog ich nach links, bis es nicht mehr weiterging, und dann nach oben. An den feuerspeienden Drachenköpfen flog ich rechts vorbei, wandte mich dann weiter nach rechts und nach oben. Dort fand ich eine Energiebarriere, die ich mit dem Anti-Rad nicht durchdringen konnte. Also stellte ich mich direkt neben die Barriere, passte den richtigen Zeitpunkt ab, entstieg dem Anzug und rannte, so schnell es ging, nach links weiter. Die Strahlung zehrte hier schon beträchtlich an meinen Kräften, daher musste ich mich sehr beeilen. 

Hinter einigen Stahlrohren fand ich die Implosionsmine, die ich zum Sprengen des außerirdischen Energiezentrums benötigen würde. Schnell steckte ich sie ein und beeilte mich, zum Kampfanzug zurückzukehren. Die Energiezelle nahm ich trotz meiner Eile mit, da der Energiepegel des Anzugs bereits stark abgesunken war. Mit letzter Kraft und etwas Glück schaffte ich es gerade noch rechtzeitig, in den Anzug zu steigen.

Puh! Beinahe hätten mich die Flammen des Drachenkopfes erwischt!

 

Der Teilchen-Negator

An dem Schacht mit den feuerspeienden Drachenköpfen wählte ich nun den Weg nach links. In einer Auswölbung der Höhle fand ich eine Energiezelle, die ich auch dringend benötigte. Nun blieb mir die Wahl: zurück oder nach oben? Natürlich nach oben! Am nächsten Drachenkopf zwängte ich mich in den rechten Schacht vorbei, dann flog ich weiter nach rechts. Als ich das Ende des Ganges erreicht hatte, flog ich nach oben und dann weiter nach rechts. Dort fand ich, bewacht von einem feuerspeienden Drachenkopf, den Teilchen-Negator, der dem Anti-Rad seine volle Schutzleistung gab. Nur mit dem Negator, so hatten mich die Ältesten gelehrt, kann ich zum Herz des Vulkans vordringen und die Implosionsmine zünden. Jetzt fühlte ich mich sicherer und erforschte die restliche Höhle.

 

Das Ende

Auf der gleichen Ebene flog ich nun beständig nach links, bis als einzige Möglichkeit der Weg nach oben übrig blieb. Soweit es ging, flog ich nun nach oben. Als es aufwärts nicht mehr weiterging, flog ich nach links. Am Ende des Ganges flog ich nach oben. Die Anzeige des Kampfanzugs machte mich darauf aufmerksam, dass dieser nun am Limit arbeitete, um mich vor der sehr starken radioaktiven Strahlung zu schützen ...

Ich befand mich in der Energiezentrale der Festung. Hier konnten scheinbar nicht einmal die Außerirdischen überleben, denn niemand stellte sich mir in den Weg. Zwischen zwei Generatoren hindurch zwängte ich mich weiter nach oben, wo zwei pulsierende Generatoren scheinbar das Herzstück der Energiezentrale bildeten. Kurzentschlossen stellte ich mich auf 
den unteren und zündete die Implosionsmine.

 


Das Ende der Tyrannen!

 

In einem höllischen Inferno zerbarst die Festung, doch dank des Anti-Rads geschah mir nichts. Die Ältesten hatten zu Recht auf den Antiriad vertraut – die Menschheit war befreit! Nun konnte mit Bedacht eine neue Zivilisation aufgebaut werden. Den ersten Helden hatten die Menschen ja bereits ...

 

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Der erloschene Vulkan im Überblick (für eine große Karte Bild anklicken)

 

(Longplay aus der Go 64! 12/2000; Autor: Harald Horchler)